Werken
Im Werken lernen die Schüler selber Gebrauchsgegenstände, meist aus Holz, herzustellen. Dabei steht neben der Nützlichkeit besonders der künstlerische Aspekt im Vordergrund.
Welches Holz eignet sich am besten für einen Pfannenheber? Wie sollte dieser geformt sein, damit er im alltäglichen Gebrauch gute Dienste leistet?
Mit solchen Gedanken fängt jede Arbeit an. Ist das Holz ausgesucht, zeigt sich bald, dass dieses nicht homogen ist. Faserrichtung, Äste und Verwachsungen wollen bedacht sein und bestimmen die endgültige Form mit. So entstehen Unikate, die am Ende des Prozesses -wohl geformt und fein geschliffen- seinen Hersteller erfreuen und ihm die Sicherheit geben, sich selber helfen zu können. Kommt dann solch ein Pfannenwender in der elterlichen Küche auch noch zum täglichen Einsatz, wird das Selbstbewusstsein auf eine gesunde Weise gestärkt.
So fangen wir mit einfachen Gegenständen an, zu deren Herstellung nur wenig Werkzeug gebraucht wird und lernen dabei den Umgang mit dem Schnitzmesser. In späteren Jahren kommen Säge, Stechbeitel, Hobel etc. hinzu.
Je nach Können und Interesse entstehen so die unterschiedlichsten Dinge, wie Essstäbchen, Löffel, ein eigenes Messer, Rassel, Schale, Pfeil und Bogen, Schmuck und etliches mehr.
Das Werken beginnt bei uns in der 5. Klasse und mündet direkt in den handwerklich-künstlerischen Unterricht der Oberstufe ein. Dort lernen die Schüler nun auch andere Materialien wie Kupfer, Eisen und Stein, sowie deren Bearbeitung, kennen.